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Wie finde ich das passende Mountainbike für Kinder?
Sep
22
2010
Ich möchte meinem Sohn (11 Jahre) ein Mountainbike kaufen. Worauf muss man beim Kauf achten, woran erkenne ich gute Mountainbikes?
Schlagwörter: Mountainbikes
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Answer #1
Keine Frage: Mountainbikes sind im Trend und machen selbst die Jüngsten zu Königen der Straße. Schon seit einigen Jahren gehören die Geländeräder zu den meistbegehrten Modellen von Kindern. Der Handel hat längst reagiert und bietet bereits für die Größe von 24 Zoll, die etwa ab einem Alter von acht Jahren gefahren werden kann, eine große Auswahl an Mountainbikes in den verschiedensten Preisklassen an.
Gerade Baumärkte und Supermarktketten bieten gelegentlich Fahrräder zu Schnäppchenpreisen an. Erhält man dafür jedoch ein allenfalls halbwegs sicheres Produkt, wurde schnell am falschen Ende gespart. Ein qualitativ hochwertiges und somit empfehlenswertes Mountainbike dürfte im Fachhandel kaum für unter 400,- Euro zu bekommen sein.
Die zugegebenermaßen hohen Kosten lassen den Wunsch nach einer langen Nutzungsdauer des Fahrrades verständlich werden. Mountainbikes sollten jedoch nie für die Zukunft gekauft werden. Soll ein Kind in das schon genutzte Bike erst “hineinwachsen”, leidet darunter die Fahrsicherheit. Gerade bei den massiven Mountainbikes kostet das Fahren ohnehin mehr Kraft als bei einem gewöhnlichen Kinderfahrrad. Ist das Rad dann noch zu groß ausgefallen, wird sich dieses durch das Kind kaum noch kontrolliert handeln lassen.
Da sich Mountainbikes für Kinder an den entsprechenden Ausführungen für Erwachsene orientieren, sind die meisten Modelle mit opulenten Federungen ausgestattet. Wenn es jedoch nicht allzu sportlich zugeht, erweist sich deren Nutzen häufig als begrenzt. Denn da Kinder einfach viel weniger Gewicht auf das Fahrrad bringen, sind Federungen, unabhängig ob am Lenker oder hinten befindlich, meist verzichtbar. Da die Federungen zugleich recht störanfällig sind, sollte im Zweifelsfalle der Kauf eines Mountainbikes ohne spezielle Federung in Erwägung gezogen werden.
Weniger ist häufig auch bei der Gangschaltung mehr. Inzwischen sind auch Mountainbikes für Kinder mit 24 oder gar 27 Gängen erhältlich. Genutzt werden diese in aller Regel aber kaum- schon gar nicht, wenn die Jüngsten mit ihrem Rad vor allem das städtische Terrain unsicher machen. Aber selbst wenn das Mountainbike tatsächlich im anspruchsvollen Gelände gefahren wird, dürften 21 Gänge völlig ausreichend sein. Diese ermöglichen es dem Nachwuchs, den Umgang mit den verschiedenen Gängen zu trainieren, ohne für eine Überforderung zu sorgen.
Da es sich bei Mountainbikes um Fahrräder handelt, die vor allem zur Nutzung im Gelände entwickelt wurden, werden diese meist im nicht straßentauglichen Zustand ausgeliefert. Eine Lichtanlage, Katzenaugen und Schutzbleche müssen daher in aller Regel noch nachträglich erworben und befestigt werden. Dieser Mehraufwand an Zeit und Geld sollte bei der Kaufentscheidung ebenfalls nicht unbeachtet bleiben.