Tagesgeldkonto: Wie vergleicht man die Angebote?
Attraktives Tagesgeldkonto:
Worin unterscheiden sich die einzelnen Angebote?
Kriterien für ein Tagesgeldkonto
Das erste und wichtigste Kriterium ist die Höhe der Zinsen. Im Dezember 2011 gibt es Angebote mit 2,75 Prozent, in einem Fall auch mit 4,50 Prozent, wobei bestimmte Bedingungen existieren. Daneben spielen das Intervall der Zinsgutschrift, die Einlagensicherheit sowie die Summe und der Zeitraum, bis zu welchen die offerierten Zinsen gelten, eine Rolle. Jedes dieser Details kann berücksichtigt werden, es spielt aber nicht für jeden Anleger die gleiche Rolle. Das lässt sich an einem Beispiel sehr gut begründen, nämlich der Einlagensicherheit. Diese ist bis zu einer Summe von 100.000 Euro in Deutschland und nahezu allen europäischen Staaten (außer Island) zu 100 Prozent staatlich garantiert, darüber hinaus greifen oft Sicherungsfonds der Banken untereinander. Diese können sehr weit reichen, so gibt es Einlagensicherungen bis in den Milliardenbereich oder unbegrenzt (Postbank, DKB, 1822direkt, SKG-Bank und andere). Dieses Detail wird jedoch viele Anleger bei einem Tagesgeldkonto kaum berühren, denn selbst bis 100.000 Euro werden die wenigsten Menschen Geld auf ein Tagesgeldkonto legen. Summen über 20.000 Euro hinaus werden meist als Festgeld angelegt. Damit ist auch das zweite Detail bei Tagesgeldkonten weniger interessant: Bis zu welcher Höhe der Anlage gelten die versprochenen Zinsen? Vielfach ist diese Summe unbegrenzt, manchmal gibt es Grenzen bei 20.000 bis 50.000 Euro. Auch diese Grenzen werden wenige Anleger ernsthaft interessieren. Nur in einem Fall ist die 20.000-Euro-Grenze interessant: Cortal Consors bietet schon seit über einem Jahr eine Aktion an, bei auf Tagesgeld sagenhafte 4,50 Zinsen gezahlt werden, also auf Festgeldniveau (vor einem Jahr waren es noch 4 Prozent), aber nur, wenn ein Depot von einer anderen Bank übertragen wird. Und diese Zinsen gelten dann auch nur bis 20.000 Euro.
Intervall der Zinsgutschrift
Dieses Detail ist bei Tagesgeldkonten interessant, denn ab der Zinsgutschrift wird eine höhere Summe weiterverzinst, es entsteht also der Zinseszinseffekt. Hier finden sich monatliche, vierteljährliche und jährliche Intervalle. Wenn Sie zwei Konten mit identischen Zinsen entdecken, entscheiden Sie sich für dasjenige mit dem kürzesten Gutschriftenintervall. Es gibt allerdings ein weiteres Kriterium, das aus den Angeboten nicht hervorgeht und nur durch Recherche ermittelt werden kann. Dabei handelt es sich um die Stabilität der offerierten Zinsen. Bei sehr vielen Tagesgeldkonten gelten die Zinsen “bis auf Weiteres”, das heißt, sie werden der Marktentwicklung angepasst. Sollte der Markt zu niedrigeren Zinsen tendieren, erhalten Sie auf Ihr Tagesgeld ab einem bestimmten Zeitpunkt von der Bank häufig auch weniger Zinsen. Tester der Stiftung Warentest kürten daher im Jahr 2011 das Konto der Bank of Scotland zum Testsieger bei Tagesgeldkonten, obwohl die Zinsen einen Tick unter denen von moneYou liegen (2,70 zu 2,75 Prozent), einfach weil die Bank of Scotland langfristig die stabilste Zinspolitik verfolgt. An solchen Tests kann sich der Anleger orientieren. Wer sehr wenig Geld auf ein Tagesgeldkonto legt, interessiert sich wahrscheinlich auch für die offerierten Boni bei manchen Banken. Diese liegen zwischen 30 bis 50 Euro, was bei einer Anlage von 1.000 bis 2.000 Euro praktisch den Jahreszinsen entspricht.
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